Klein, fröhlich und sofort spielbar — die Ukulele ist das perfekte erste Zupfinstrument.
AlterAb 4–5 Jahre (Soprano-Ukulele)
PreisAb ca. 30–50 € für Einsteigerinstrumente
UnterrichtOptional — auch Selbststudium möglich
LernkurveSehr flach — erste Akkorde in Minuten
VorteilGünstig, leicht, sofort Spaß
Die Ukulele — das fröhlichste Instrument der Welt
Die Ukulele kommt aus Hawaii und klingt nach Sommer, Strand und guter Laune. Für Kinder ist sie ideal: Sie ist klein, leicht, günstig und sofort spielbar. Erste Akkorde lernt man in Minuten, nicht Monaten! Das ist selten bei einem Musikinstrument.
Die Ukulele hat in den letzten Jahren eine unglaubliche Renaissance erlebt. Songs wie 'Somewhere Over the Rainbow' von Israel Kamakawiwoʻole oder 'I'm Yours' von Jason Mraz haben das Instrument weltweit populär gemacht. Heute ist die Ukulele in der Popmusik allgegenwärtig.
Kaufberatung: Die erste Ukulele
Die Ukulele ist ein wunderbares Einsteiger Instrument für wirklich kleines Geld. Erste einfache Akkorde sind innerhalb weniger Stunden möglich. Frühe Erfolgserlebnisse sind der Motivation des Kindes natürlich äußerst zuträglich. Die Mütter oder Väter, die vielleicht selber Gitarre spielen, können ihrem Kind nach einem kurzen Selbststudium (YouTube!) einige einfache Akkorde zeigen und merken schnell, ob ihr Kind Lust hat, sich auf das Instrument einzulassen.
Ukulele für Kinder — Hörbeispiel
Wie klingt eine Ukulele?
Häufige Fragen
Ab welchem Alter kann mein Kind Ukulele lernen?
Die Sopran-Ukulele ist aufgrund ihrer kleinen Größe ideal für Kinder ab 4–5 Jahren. Die Nylonsaiten sind weich und tun den Fingern nicht weh.
Sopran, Konzert oder Tenor Ukulele?
Für Kinder bis etwa 8 Jahren ist die Sopran Ukulele die beste Wahl (53 cm Gesamtlänge). Für ältere Kinder und Erwachsene: Die Konzert Ukulele ist mit 58 cm Gesamtlänge etwas größer, bietet mehr Griffraum und einen wärmeren Klang. Die Tenor Ukulele ist mit 66 cm Gesamtlänge das größte Instrument.
Welche Ukulele soll ich kaufen?
Für den Einstieg gibt es Ukulelen ab etwa 30 €. Tiefer sollte man im Preis nicht gehen. Kaufen Sie also keine Spielzeug-Ukulele für 20 Euro, denn diese werden nicht die Stimmung halten und die Intonation ist einfach zu schlecht. Wenn Sie im Preis etwas höher gehen (ca 60 - 100 Euro) und sich für das Instrument eines etablierten Herstellers wie Kala, Ortego oder Mahalo entscheiden, bekommen Sie ein einigermaßen stimmstabiles und ordentlich klingendes Instrument.
Braucht mein Kind Ukulele-Unterricht?
Nicht zwingend — die Ukulele ist eines der wenigen Instrumente, die man auch gut mit YouTube-Videos und Apps lernen kann (Vorkenntnisse vorausgesetzt). Natürlich können ein paar Stunden Unterricht zu Beginn nicht schaden, um Haltung und Akkordtechnik korrekt zu lernen. Viele Musikschulen bieten auch Gruppenunterricht an.
Kann mein Kind später von Ukulele auf Gitarre wechseln?
Ja natürlich und der Wechsel ist einfacher als bei der Gitarre von Null zu beginnen. Die Griffmuster sind ähnlich, die Technik übertragbar. Der wesentliche Unterschied abgesehen von der Größe: Die Gitarre hat 6 Saiten statt 4, welche völlig anders gestimmt sind.
Ich möchte noch mehr Details!
Eine Ukulele ist keine Kindergitarre! Für viele sieht das Instrument aus wie eine kleine Gitarre — doch die Ukulele ist ein eigenständiges Instrument mit eigener Geschichte. Historisch betrachtet hat sie sich aus der portugiesischen Cavaquinho entwickelt, einem regionalen Zupfinstrument. 1879 fand das Instrument seinen Weg nach Hawaii, wo daraus eine eigene Version entwickelte. Seitdem weckt die Ukulele Assoziationen von Südsee-Flair.
Die verschiedenen Größen
Es gibt die Ukulele in fünf Größen: Sopranino (ca. 28 cm Mensur), Sopran (ca. 35 cm), Concert (ca. 38,5 cm), Tenor (ca. 43 cm) und Bariton (ca. 51 cm). Für Kinder empfiehlt sich zum Einstieg — ebenso wie für Erwachsene — die Sopran-Ukulele. Die Altersempfehlung liegt bei etwa 6 Jahren. Die Sopranino ist trotz ihrer geringen Größe nicht für Kinder zu empfehlen, da sie große Intonationsprobleme aufweist. Die Logik „kleines Kind — besonders kleine Mensur" greift hier nicht.
Vorsicht: Die ungewöhnliche Stimmung
Insbesondere Gitarristen, die sich eine Ukulele kaufen in der Erwartung, darauf „eben so" spielen zu können, müssen sich erst an die andere Stimmung gewöhnen. Bei den meisten Zupfinstrumenten liegen die tieferen Saiten oben — bei der Ukulele ist das anders. Die oberste Saite ist nicht die tiefste, sondern wird nur einen Ton tiefer gestimmt als die höchste Saite. Gerade dieses besondere „Voicing" verleiht den Akkorden auf der Ukulele ihren charakteristischen Klang. Es haben sich zwei Stimmungen durchgesetzt: die C-Stimmung (g-c-e-a) und die D-Stimmung (a-d-fis-h).
Wie lernt man Ukulele?
Für Gitarristen ist es natürlich sehr leicht, Ukulele zu lernen. Es gibt viele gute Lehrbücher für das Selbststudium sowie zahllose YouTube-Tutorials. Tipp: Geben Sie bei YouTube auch englische Suchbegriffe ein — so erhalten Sie ein Vielfaches der deutschen Lehrvideos, zum Beispiel „ukulele tuning" oder „how to play ukulele". Ein Kind, das Ukulele spielen lernt, sammelt bereits Erfahrung für einen späteren Umstieg auf die Gitarre. Man sollte allerdings nicht davon ausgehen, dass ein sechsjähriges Kind das Instrument im Selbststudium erlernt. Ein Lehrer ist auch hier empfehlenswert, wobei natürlich nichts dagegen spricht, dass Mama oder Papa (die vielleicht selber Gitarre spielen) nach einer internen Weiterbildung zum Lehrer werden :)
Was kostet eine Ukulele?
Für den Einstieg liegt der Preis einer brauchbaren Sopran-Ukulele bei etwa 35 Euro. Viel weniger sollte man nicht ausgeben — darunter nähert man sich sehr schnell der Kategorie „Spielzeug". Sehr hochwertige Instrumente können einige hundert Euro kosten, doch für den Einstieg ist eine solide Sopran-Ukulele aus dem Musikfachhandel die richtige Wahl. Und ja, es gibt auch einen Online Musikfachhandel...