Trompete für Kinder — Goldene Schülertrompete

Trompete für Kinder

Die Königin der Blechbläser — kraftvoll, strahlend und in Blaskapelle wie Jazz zuhause.

Alter Ab 7–8 Jahre
Preis Ab ca. 100 € (ABS Kunststoff!)
Unterricht Einzelunterricht notwendig
Lernkurve Steil am Anfang — Ansatz braucht Monate
Vorteil Sehr gefragt in Blaskapellen und Orchestern

Die Trompete — Stimme der Fürsten und Dirigenten

Kaum ein Instrument hat eine so lange Geschichte wie die Trompete. Von mittelalterlichen Herolden über barocke Fanfaren bis zum modernen Jazz — die Trompete war immer das Instrument der Kraft und Präsenz. Miles Davis, Louis Armstrong, Chet Baker — die Trompete hat die Musikgeschichte geprägt wie wenige andere Instrumente.

Für Kinder, die laut und kraftvoll spielen wollen und nicht mit einem 'leisen' Instrument zufrieden sind, ist die Trompete eine ausgezeichnete Wahl. Sie ist gefragt in Blaskapellen, Orchestern, Jazzbands und Ensembles aller Art.

Trompete für Kinder Detailansicht

Kaufberatung: Die erste Trompete

Eine Yamaha YTR-2330 oder vergleichbare Einsteiger-Trompeten sind seit Jahrzehnten die erste Wahl zum Einstieg, sie sind mit fast 500 € inzwischen allerdings auch sehr teuer. Für deutlich weniger Geld (ca. ab 100 €) gibt es Trompeten aus ABS Kunststoff, die deutlich mehr sind als ein Gimmick. Sprechen Sie am besten mit dem Lehrer, ob ein derart günstiges Instrument (gewissermaßen zum Ausprobieren) zum Anfang eine Alternative zum teureren Instrument sein kann.

Trompete für Kinder Kaufberatung

Trompete für Kinder — Hörbeispiel

Wie klingt eine Trompete?

Häufige Fragen

Ab welchem Alter kann mein Kind Trompete lernen?

Ab etwa 7–8 Jahren — wenn die Lippen und die Atemmuskulatur stark genug sind. Früher ist selten sinnvoll. Manche Lehrer beginnen auch erst mit 8–9 Jahren. Entscheidend ist, dass das Kind die Trompete halten kann und genug Atemvolumen hat.

Ist Trompete schwer zu lernen?

Der Ansatz — das Erzeugen eines Tons durch Lippenspannung — ist die größte Hürde. Die ersten Wochen können frustrierend sein. Aber wenn der Ansatz sitzt, geht es schnell voran. Wichtig: Nie zu lange üben in der Anfangsphase — 15–20 Minuten täglich reichen, mehr ermüdet die Lippen.

Bb- oder C-Trompete?

Für Kinder immer die Bb-Trompete (B-Trompete). Das ist das Standard-Schülerinstrument. Die C-Trompete ist für Orchestermusiker und Fortgeschrittene. In Blaskapellen, Bands und Musikschulen wird fast ausschließlich die Bb-Trompete verwendet.

Welche Trompete soll ich kaufen?

Während eine Bb-Trompete aus Messing von etablierten Herstellern wie Yamaha, Jupiter oder Bach zum Einstieg inzwischen fast 500 € kostet (und damit in etwa 3 x so viel wie noch vor 10 Jahren), gibt es inzwischen auch Trompeten aus Kunststoff ab etwa 100 €. Sogenannte Eigenmarken (von Händlern wie Thomann) sind auch in der Messing Ausführung ab etwa 150 € zu haben. Kaufen Sie ein derartiges Instrument auf jeden Fall im Musikfachhandel — Ventile und Züge müssen geschmeidig gehen. Das richtige Mundstück ist ebenfalls wichtig — lassen Sie sich vom Lehrer beraten.

Trompete oder Posaune?

Beide sind Blechbläser mit ähnlicher Technik. Die Trompete ist kleiner, höher und in mehr Musikstilen verbreitet. Die Posaune ist tiefer, hat einen Zug statt Ventile und ist etwas leichter im Ansatz. Beide sind in Blaskapellen und Orchestern gefragt. Die Entscheidung sollte nach dem Klangeindruck und dem Körperbau des Kindes fallen.

Ich möchte noch mehr Details!

Die Trompete ist die Königin der Blechblasinstrumente. Wenn man auf die Lautstärke und Durchsetzungsfähigkeit ihres Tons abzielt, dann herrscht sie nicht nur über die Blechblas- sondern über alle Blasinstrumente. Die Trompete ist aber auch deshalb so populär, weil sie in so vielen verschiedenen Musikstilen Verwendung findet: als Solo- und Begleitinstrument im klassischen Orchester, in der Jazz-Musik und als Bestandteil eines guten Bläsersatzes auch in Rock-, Pop- und Funkbands.

Musikvereine und Posaunenchöre
In Deutschland gehört die Trompete fest zur Musikkultur — in Big Bands, Musikvereinen, Blaskapellen, Marching Bands und Karnevalskapellen spielen Trompeten eine wesentliche Rolle. Ebenso stark kulturell verwurzelt sind die Posaunenchöre, die vor allem in protestantischen Gemeinden traditionell zum kirchlichen Leben gehören. Viele dieser Vereine nehmen gerne Nachwuchsspieler auf und kümmern sich oft sogar um Instrumente und Unterricht — was für Eltern interessant sein kann, die kein größeres Budget zur Verfügung stellen möchten.

Die Bläserklassen
Seit einigen Jahren gibt es an vielen weiterführenden Schulen sogenannte Bläserklassen, in denen anstelle des herkömmlichen Musikunterrichts Instrumentalunterricht im Klassenverbund stattfindet. Jedes Kind in der Klasse spielt ein Instrument. Neben der musikalischen Ausbildung stehen soziale Aspekte im Vordergrund: Stärkung des Klassenverbundes, des Gemeinschaftsgefühls, gemeinsames Hinarbeiten auf die ersten Auftritte.

Ab welchem Alter kann ein Kind Trompete spielen?
Wegen der schwierigen und körperlich durchaus anstrengenden Art der Tonerzeugung frühestens ab dem Grundschulalter. In jedem Fall müssen die Schneidezähne eines Kindes voll entwickelt sein, bevor es mit der Trompete anfangen kann. Elementar wichtig bei der Trompete ist der sogenannte Ansatz — dieser hängt ab von der individuellen Anatomie (Zahnstellung, Kieferstellung) und von der richtigen Spieltechnik.

Welches Instrument ist das richtige?
Im Bereich der klassischen Musik und bei den meisten Posaunenchören sieht man üblicherweise Messingtrompeten mit Drehventilen. Auf der anderen Seite stehen versilberte Trompeten mit Pumpventilen (Perinettrompeten), die traditionell eher in Jazz- und Unterhaltungsbands zu finden sind. Ganz allgemein gilt der Klang der versilberten Trompeten als schärfer, während man den Messingtrompeten eine gewisse Wärme im Ton nachsagt. Die traditionellen Grenzen verschwimmen allerdings zunehmend.

Eine Trompete für einen Anfänger muss keinesfalls mehr als 400 Euro kosten — es gibt bereits brauchbare Schülerinstrumente unter 200 Euro. Achten Sie beim Kauf darauf, dass die Ventile leichtgängig sind und nicht klemmen. Nach einer gewissen Zeit erwirbt ein Spieler oft ein eigenes Mundstück, das seine anatomischen Eigenheiten und seinen Ansatz bestmöglich unterstützt — diese Kosten sollte man bei der Budgetplanung berücksichtigen. Ansonsten ist eine Trompete erfreulich pflegeleicht: abgesehen von etwas Öl für die Ventile sind keine kostspieligen Pflegemaßnahmen nötig.