Saxophon für Kinder — Goldenes Altsaxophon

Saxophon für Kinder

Jazz, Pop, Funk — das Saxophon ist das charismatischste Blasinstrument überhaupt.

Alter Ab 8–9 Jahre (Altsaxophon)
Preis Ab ca. 300 € für Einstiegsinstrumente
Unterricht Einzelunterricht notwendig
Lernkurve Mittel — erste Töne relativ schnell möglich
Einstiegsmodell Altsaxophon (nicht Tenor oder Sopran)

Das Saxophon — Coolness-Faktor garantiert

Seit das Saxophon vor mehr als hundert Jahren seinen Siegeszug durch verqualmte Jazz Clubs in den USA und Europa begann, gilt es als besonders cool. Von Charlie Parker bis zu modernen Pop-Produktionen — das Saxophon ist in der Popkultur allgegenwärtig. Doch ist es auch ein geeignetes Instrument für Kinder? Das möchten wir an dieser Stelle einmal etwas näher betrachten.

Das Saxophon wurde 1840 vom belgischen Instrumentenbauer Adolphe Sax erfunden — als Hybrid aus Holz- und Blechblasinstrument. Technisch gehört es zu den Holzbläsern (Rohrblatt), obwohl es nahezu vollständig aus Metall gefertigt wird.

Saxophon für Kinder Detailansicht

Kaufberatung: Das erste Saxophon

Investieren Sie in ein Qualitätsinstrument, das gilt ganz besonders für ein (fein-) mechanisch anspruchsvolles Instrument wie das Saxophon. Ein schlechtes Billigsaxophon mit undichten Klappen macht das Lernen zur Qual und ist oft der Grund, warum Kinder aufgeben. Doch wie teuer muss ein Qualitätsinstrument sein? Wir sehen uns im folgenden einmal die aktuellen Preise an und ordnen diese ein.

Saxophon für Kinder Kaufberatung

Saxophon für Kinder — Hörbeispiel

Wie klingt ein Saxophon?

Häufige Fragen

Ab welchem Alter kann mein Kind Saxophon lernen?

Das Altsaxophon ist ab etwa 8–9 Jahren geeignet. Nach dem Zahnwechsel sollten zumindest die beiden oberen Schneidezähne vollständig nachgewachsen sein.

Alt- oder Tenorsaxophon — was ist besser für den Einstieg?

Eindeutig das Altsaxophon. Es ist kleiner, leichter, einfacher zu intonieren und günstiger. Kinder beginnen üblichweise mit dem Alt Saxophon. Wer später zum Tenor Saxophon wechseln möchte, hat keine Probleme — die Griffweise ist identisch.

Welches Saxophon soll ich kaufen?

Für den Einstieg kann man ein Alt Saxophon zwischen 400 und 600 Euro bekommen. Etablierte Hersteller wie Yamaha, Jupiter oder Conn-Selmer verlangen inzwischen etwa 1.000 € für ihre Schülermodelle.

Muss mein Kind Unterricht nehmen?

Üblicherweise ja — das Saxophon ist eines der Instrumente, bei denen schlechte Ansatzgewohnheiten schwer zu korrigieren sind. Ein erfahrener Lehrer ist besonders am Anfang unverzichtbar. Später kann man vieles selbst erarbeiten, aber der Start sollte professionell begleitet werden.

Kann mein Kind zuerst Klarinette und dann Saxophon lernen?

Ja — und das ist sogar eine gute Strategie. Klarinette und Saxophon verwenden ähnliche Ansatztechnik und fast identische Griffweise. Viele Saxophonisten haben mit Klarinette begonnen. Der Wechsel ist einfacher als von einem völlig anderen Instrument.

Ich möchte noch mehr Details!

Das Saxophon wurde 1846 von Adolphe Sax in Paris zum Patent angemeldet und ist damit ein relativ junges Instrument — zumindest verglichen mit den klassischen Orchesterinstrumenten. Obwohl es ursprünglich für den Einsatz im klassischen Sinfonieorchester konzipiert war, wurde es dort bis heute nicht so recht heimisch. Seinen eigentlichen Durchbruch erlebte es im Jazz, in Big Bands, in Blaskapellen und später auch in der Rock- und Popmusik.

Holz- oder Blechblasinstrument?
Das Saxophon gehört zur Familie der Holzblasinstrumente — obwohl es nicht aus Holz gefertigt ist, sondern im wesentlichen aus Messing. Einzig das sogenannte Blatt, also das Teil auf dem die Unterlippe des Spielers aufliegt, ist traditionell aus Holz. Viele Saxophonisten benutzen inzwischen jedoch Kunststoffblätter. Die Klassifizierung als Holz- oder Blechblasinstrument zielt daher eher auf die Art der Tonerzeugung und die Tradition eines Instrumentes ab als auf das tatsächlich verwendete Material.

Welches Saxophon für mein Kind?
Ähnlich wie bei der Blockflöte unterscheidet man auch beim Saxophon Sopran-, Alt-, Tenor-, Bariton- und Bass-Saxophon. Entgegen anderslautender Gerüchte eignet sich das Sopran-Saxophon jedoch gerade NICHT für Kinder — es ist vom Ansatz her noch schwerer zu erlernen als die tiefer klingenden Geschwister. Die erste Wahl für Kinder ist daher das Altsaxophon (Eb-Saxophon). Es ist das kleinste der typischen Saxophone, das häufigste, und für ein Kind etwa ab 8 Jahren beherrschbar. Ein Schultergurt unterstützt das Kind dabei, das Gewicht des Instrumentes zu tragen. Das größere Tenorsaxophon kommt aufgrund seiner Ausmaße und seines höheren Gewichtes eher für weitgehend ausgewachsene Jugendliche in Frage.

Pflege und Wartung
Anders als eine Trompete ist ein Saxophon durchaus pflegeintensiv. Die Mechanik ist recht kompliziert und entsprechend anfällig. Beim Spielen entsteht naturgemäß Feuchtigkeit — daher sollte das Instrument nach jedem Einsatz trocken gewischt werden. Keinesfalls darf es innen noch feucht im geschlossenen Koffer liegen, da die Feuchtigkeit die empfindlichen Klappenpolster angreift. Sind diese erst rissig oder spröde, schließen die Klappen nicht mehr sauber und das Instrument ist kaum noch spielbar. Die Erneuerung aller Klappenpolster durch einen Fachmann ist kostspielig. Aus demselben Grund sollten Laien auch beim Kauf eines gebrauchten Saxophons besonders vorsichtig sein.

Was sollte ein Saxophon kosten?
Ein Saxophon ist deutlich komplexer als eine Blockflöte — und entsprechend teuer. Es gibt Instrumente aus Fernost (oft als Eigenmarken großer Musikalienhändler) bereits ab gut 300 Euro. Früher wurde vor derartigen Instrumenten gewarnt, da minderwertige Qualität den Lernerfolgen entgegen stand. Inzwischen ist die Qualität derartiger Billiginstrumente erheblich gestiegen. Ich empfehle zur Einordnung einen Blick auf die Rezensionen bei den gängigigen Onlinehändlern. Vor 20 Jahren hätte ich noch gesagt 'auf gar keinen Fall', heute neige ich zu 'warum nicht?' Auf der anderen Seite des Spektrums stehen Premium-Hersteller wie Selmer, deren Palette nicht unter 3.000 Euro beginnt und bei 8.000 Euro lange noch nicht aufhört. Als Referenz für vernünftige Schülerinstrumente galten früher einmal Hersteller wie Keilwerth (Deutschland) oder Yamaha (Japan). Bei diesen beginnt das Preisspektrum für Schülerinstrumente bei etwa 1.000 Euro. Dies liegt signifikant über dem Preis einer vergleichbar brauchbaren Trompete — ein wichtiger Punkt bei der Budgetplanung.