Das Glockenspiel — idealer Einstieg in die Welt der Musik
Das Glockenspiel gehört zu den sogenannten Orff-Instrumenten, benannt nach dem Komponisten Carl Orff, der sich bereits in den 1930er Jahren intensiv mit der Musikpädagogik für Kinder beschäftigte. Der entscheidende Vorteil: Töne entstehen intuitiv — man schlägt auf eine Platte und hört sofort ein sauberes, angenehmes Ergebnis.
Warum es so gut klingt
Ein Kinder-Glockenspiel enthält nur die Töne der C-Dur-Tonleiter — entsprechend den weißen Tasten eines Klaviers. Das bedeutet: Selbst eine zufällige Abfolge von Tönen klingt harmonisch. Es gibt keine "falschen" Töne im eigentlichen Sinne, weil entweder eine Platte getroffen wird oder nicht. Das ist ein enormer Vorteil gegenüber der Violine, wo es Monate oder gar Jahre dauern kann, bis die Töne wirklich "stimmen" (Stichwort Intonation).
Glockenspiel vs. Plastik-Keyboard aus dem Kaufhaus
Der Unterschied ist fundamental. Ein billiges Kinder-Keyboard aus der Spielzeugabteilung erzeugt auf Knopfdruck ganze Lieder bzw. nerviges Gedudel — das Kind lernt dabei kaum etwas (Stichwort Begleitautomatik). Ein Glockenspiel ermöglicht hingegen eine echte physische Erfahrung. Es reagiert unmittelbar auf das, was das Kind tut. Die Bewegung des Kindes erzeugt einen 'echten' Ton durch eigenes Zutun und die Gesetze der Physik (der Schlegel versetzt eine physikalische Metallplatte in Schwingungen, welche durch die Luft übertragen werden).