Akkordeon für Kinder — Buntes Kinderakkordeon

Akkordeon für Kinder

Ein Instrument mit Charakter — wer Akkordeon spielt, fällt auf. Und das auf die allerbeste Art.

Alter Ab 6–7 Jahre (Kinderakkordeon ab 5)
Preis Ab ca. 200 € für Schülerinstrumente
Unterricht Einzelunterricht empfohlen
Lernkurve Mittel — Koordination beider Hände
Gewicht Kindermodelle ab ca. 3 kg

Ein Instrument mit langer Geschichte

Das Akkordeon ist ein Harmonieinstrument. Das bedeutet, dass man damit nicht nur Melodien spielen, sondern gleichzeitig Akkorde greifen und sich selbst begleiten kann. Diese wichtige Eigenschaft teilt es mit der Gitarre und dem Klavier.

Wie funktioniert die Tonerzeugung?

Der Klang entsteht durch Luft; allerdings nicht durch Hineinblasen. Stattdessen erzeugt der Spieler mit Hilfe des Blasebalg in der Mitte einen Luftstrom durch permanente Bewegung der Arme. Dieser Luftstrom bringt im Inneren des Instruments sogenannte Stimmplatten zum Schwingen. Man kann sich das Akkordeon vereinfacht als handliche Miniatur-Orgel vorstellen: Anstelle riesiger Orgelpfeifen arbeitet es mit kompakten Metallzungen.

Piano- oder Knopfakkordeon?

Für Kinder in Deutschland empfehlen die meisten Lehrer das Pianoakkordeon: Die schwarz-weiße Tastatur ist vertraut, die Orientierung fällt leichter, und der Unterricht ist breiter verfügbar. Das Knopfakkordeon bietet ergonomische Vorteile für Fortgeschrittene, für den Einstieg ist es aber ungewohnter. Wie es ein erfahrener Akkordeonlehrer formuliert: „Die Pianotastatur gehört zu unserem traditionellen Kulturinventar und stützt den Umgang mit notierter Musik."

Pianoakkordeon Detailansicht Tastatur

Das Akkordeon in verschiedenen Kulturen

In Deutschland wird das Akkordeon oft ausschließlich mit volkstümlicher Musik in Verbindung gebracht, doch das greift zu kurz. Das Instrument ist in unzähligen Kulturen zu Hause: Tango in Argentinien, Musette in Paris, Zydeco in Louisiana, Folklore auf dem Balkan. Wer Akkordeon spielt, hat theoretisch Zugang zu einem der reichsten und vielfältigsten Repertoires der Weltmusik, doch dafür bedarf es zunächst einer hohen Hingabe in Form unzähliger Übungsstunden.

Kaufberatung: Das richtige Akkordeon für Ihr Kind

Für den Einstieg empfiehlt sich ein kleines 8- oder 12-Bass-Kinderakkordeon. Diese Instrumente wiegen nur etwa 3 kg und sind für Schulkinder gut handhabbar. Erwachsenen-Instrumente können 6–10 kg wiegen — für ein Kind völlig ungeeignet. Kaufen Sie nie ein zu großes Instrument: Das Kind soll Musik machen, nicht kämpfen.

Wo kaufen?

Kaufen Sie im Musikfachhandel. Ein guter Händler kann das Instrument auf Dichtigkeit prüfen, einstellen und auf die Bedürfnisse des Kindes abstimmen. Empfehlenswerte Marken für den Einstieg sind Hohner, Weltmeister und Startone. Der Preis für ein brauchbares Schülerinstrument beginnt bei etwa 150–400 Euro.

Akkordeon (Detailbild)

Akkordeon — Hörbeispiel

Wie klingt ein Akkordeon?

Häufige Fragen

Ab welchem Alter kann mein Kind Akkordeon lernen?

Mit einem altersgerechten Kinderakkordeon kann bereits mit 5–6 Jahren begonnen werden. Entscheidend ist, dass das Instrument zur Körpergröße passt — ein zu schweres oder zu großes Akkordeon frustriert Kinder schnell. Gute Musikschulen haben Kinderakkordeons zum Ausprobieren.

Knopf- oder Tastatur-Akkordeon?

In Deutschland wird Kindern meist das Tastatur-Akkordeon (Piano-Akkordeon) empfohlen, da die Tasten intuitiver sind und viele Lehrer darauf spezialisiert sind. Das Knopf-Akkordeon hat technische Vorteile für Fortgeschrittene, ist aber für Einsteiger ungewohnter.

Wie schwer ist ein Kinderakkordeon?

Gute Kinderakkordeons für den Einstieg wiegen 2–3 kg — das ist für Schulkinder gut tragbar. Erwachsenen-Akkordeons können 6–10 kg wiegen. Kaufen Sie nie ein zu großes Instrument: Das Kind soll Musik machen, nicht kämpfen.

Welches Akkordeon soll ich kaufen?

Für den Einstieg ein 8- oder 12-Bass-Kinderakkordeon ab etwa 200 Euro. Eine der bekanntesten Marken ist Hohner aus Trossingen. Für ein Hohner Akkordeon muss man allerdings deutlich tiefer in die Tasche greifen. Es beginnt bei etwa 550 Euro. Es lohnt sich vielleicht, im Umfeld nach einem gebrauchten Instrument Ausschau zu halten. Idealerweise bei einem örtlichen Musikhändler, der das Instrument vor dem Kauf einstellen und auf Dichtigkeit hin prüfen kann.

Ist Akkordeon schwer zu lernen?

Die größte Herausforderung ist die Koordination: Rechte Hand spielt Melodie, linke Hand bedient Bassknöpfe und zieht den Balg. Das klingt kompliziert, aber Kinder lernen diese Koordination oft erstaunlich schnell. Die ersten einfachen Lieder sind nach wenigen Wochen möglich.

Ich möchte noch mehr Details!

Kaum ein Begriff aus der Welt der Musikinstrumente ist so missverständlich wie der des Akkordeons. Rein begrifflich könnte man es sogar zu den Keyboards zählen, denn schließlich benutzt der Spieler ähnliche Tasten, um Melodien zu spielen. Doch allein aufgrund seiner reichen Historie hat das Akkordeon eine eigenständige Rubrik verdient.

Was macht das Akkordeon so vielseitig?
Es gibt unzählige Bauarten, die je nach Region verschieden — teilweise sogar gegensätzlich — benannt werden. Begriffe wie „Akkordeon" und „Handharmonika" werden mancherorts als Synonyme verwendet, anderswo zur Abgrenzung verschiedener technischer Ausprägungen. Hinzu kommen umgangssprachliche Bezeichnungen wie „Schifferklavier" oder „Ziehharmonika", mit denen verschiedene Menschen verschiedene Instrumente verbinden.

Wie funktioniert das Akkordeon?
Mit Luft — allerdings pustet niemand hinein. Die Funktionsweise ähnelt eher der traditionellen Kirchenorgel, deren Pfeifen durch einen Luftstrom zum Klingen gebracht werden. Beim Akkordeon erzeugen die ständig auseinander- und zusammengehenden Arme des Spielers diesen Luftstrom über den Blasebalg — daher auch der Name „Ziehharmonika". Anstelle von Pfeifen verfügt das Akkordeon über sogenannte Stimmplatten. Man kann es sich vereinfacht als handliche Miniatur-Orgel vorstellen.

Pianoakkordeon oder Knopfakkordeon?
Diese beiden Ausprägungen unterscheiden sich vor allem in der Diskantseite (rechte Seite). Das Pianoakkordeon hat die vom Klavier bekannte Tastatur mit schwarzen und weißen Tasten. Die Orientierung fällt leichter. Das Knopfakkordeon hat runde Knöpfe in ergonomisch günstigerer Anordnung, was prinzipiell virtuoseres Spiel ermöglicht. Für Kinder in Deutschland empfiehlt sich jedoch in der Regel das Pianoakkordeon. Die Pianotastatur gehört zum traditionellen Kulturinventar und unterstützt den Umgang mit notierter Musik.

Warum Akkordeon?
Viele verbinden das Akkordeon mit volkstümlicher Musik. Doch das Instrument ist in so vielen Kulturen der Welt zu Hause, dass man auf einen ungeheuer reichen Schatz an Musikliteratur zurückgreifen kann. Denken Sie an das Akkordeon in Verbindung mit Wien, Paris, Bayern, Argentinien, dem Balkan oder Russland — und Sie werden grundverschiedene Assoziationen haben. Hinzu kommt ein weiterer großer Vorteil: Das Akkordeon ist ein Harmonieinstrument. Man kann — wie der Name bereits andeutet — Akkorde spielen, also mehrere Töne gleichzeitig. Das macht es zu einem vollwertigen Begleitinstrument.